Sunday, October 25, 2009

Hier nochmal eine Best-Of-Zusammenstellung der Verleugnungstrategien seitens der Grünen

1.
"Ich bin nicht rassistisch. Gerade mir als schwulem Mann liegt Diskriminierung jeder Art fern. Und gerade deshalb weiß ich auch, wie schnell Worte verletzen können, auch wenn es so nicht gemeint war. Für die Behauptung oder Vermutung, ich sei rassistisch, gibt es jedoch keinen Anhaltspunkt. Die vermeintlichen Zitate, die Sie anführen, sind im wesentlichen und vor allem in den entscheidenden Fällen unwahr."






Ob er schwul ist oder nicht, danach hat niemand gefragt und es tut auch nichts zur Sache!

Homosexualität hebt rassistische Denkweisen nicht auf. Rassismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, dass ohne kritische Selbstreflektion und Diskussionen nicht zu lösen ist. Die Denkweise die sich hinter dieser Strategie verbirgt ist folgende:

"**ich** ja das Opfer bzw Experte und über jeden Verdacht erhaben sowieso und ich erklär dir das auch gern, aber eigentlich bin ich jetze erstmal beleidigt… hab ich schon erwähnt dass ich finde dass es erstmal in erster Linie so voll vor allem total um MICH geht… usw” gähn." Zitat Jen auf Der Braune Mob. Damit wollen vermeintliche weiße "Opfer" ihre Deutungsmacht verteidigen.

2.
"Ich finde es nicht in Ordnung, dass Sie einen Konflikt zwischen uns beiden in die Öffentlichkeit tragen. Gerne biete ich Ihnen an, dass wir uns zu einem versöhnlichen Gespräch treffen. Wie Sie wissen, habe ich selbstverständlich am Tag nach unserem ersten Gespräch am Rande der Wahlveranstaltung ein weiteres Mal mit Ihnen, diesmal in meinem Büro, gesprochen."

Aus einem öffentlichen Wahlbüro ist also auf einmal eine private Grauzone geworden, in der frau sich noch gut behandelt fühlen muss, wenn ihr die Tür geöffnet wird. Das Aisha C. aus eigenem Wunsch das Büro aufgesucht hat wurde wohl verdrängt. Und wieder mit dabei Opferstatus einklagen. Laut dieser Logik, hätte Aisha C. alleine damit klar kommmen sollen, aber bloß nicht ihre Rechte einfordern und dann auch noch öffentlich!!!



3.
"ich habe unsere beiden Gespräche noch einmal rekapituliert. Meine Erinnerung liegt anders als Ihre. Ich will nicht auf jedes Detail eingehen. Aber:"


Also ich will ja nicht behaupten Sie würden lügen, aber Sie lügen doch, weil ich hab das gar nicht gesagt und überhaupt.....
Diese Argumentation birgt so einige Widersprüche. Zum einen bezichtigt der gute Mann eindeutig eine Schwarze Frau der Lüge, an sich schon problematisch genug, dann ist er auch noch so gütig seine weiße und somit richtige Version zum Besten zu geben! Danke Thomas! Und in seinen Wahrheiten werden massive rassistische Beleidigungen zu Details und Missverständnissen abgewertet und verdreht.


 4. (Monika Lazar  von den Bundesgrünen schaltet sich ein) 
„Frau C. wirft Herrn Hornung vor, dabei in ihrer Gegenwart den rassistischen Begriff "Neger" zur Bezeichnung des Plakats verwendet zu haben. Weitere Zeugen für dieses Gespräch gibt es nicht. Die grüne Bundestagsfraktion kann daher keine sachkundige Stellungnahme zu diesem konkreten Vorfall abgeben."

Hier wurde Lazar offensichtlich falsch informiert, denn es gab ein ausführliches Telefongespräch mit Damian Wiench alias "Joni", der bei dem Totalausfall in Form des zweiten "Gespräches" dabei war und jetzt verstummt ist.
Außerdem kann es nicht auschlaggebend sein, ob Zeugen anwesend waren oder nicht, da Diskriminierung wohl eher auf ein Dominanzgefälle zurück zu führen ist, als auf die Anwesenheit von Grünen-zertifizierten Zeugen. Also, rassistische und sexistische Äußerungen sind auch dann noch diskriminierend, wenn es keine TÜV-geprüften Zeugen gibt. Damit unterstellt Lazar Aisha C  ebenfalls eine Lügnerin zu sein.

5.
"Thomas Hornung ist jedoch ein engagierter grüner Mitarbeiter, der sich selbst für eine tolerante Gesellschaft und gegen rechtsextreme, menschenverachtende Haltungen einsetzt. Wir bedauern sehr, dass es zu keiner konstruktiven Aussprache gekommen ist, obwohl Herr Hornung dies in einer Mail an Frau C. vorschlug. In einem ruhigen Gespräch hätten sicher eventuelle Missverständnisse geklärt werden können."

Toleranz ist toll, wirklich, aber am Thema vorbei. Rechtsextremismus ist nicht gut, gar nicht, aber hier der Hinweis an die Grünen, dass Rassismus tatsächlich in seiner ganzen Pracht außerhalb von Rechtsextremismus funktioniert. Zum Beispiel dann, wenn ein weißer Mann, eine Schwarze Frau zunächst als nicht gleichwertig behandelt und dann mit N-Wörtern aufwartet. Noch rassistischer wird es dann, wenn der weiße Mann die Schwarze Frau zur Lügnerin und sich zum Opfer macht!
Und nein, trotz des netten Angebots, ein drittes Mal muss sich die Frau nicht mit den Thomas treffen. Am besten noch alleine oder wie stellen sie sich das vor? Mißverständnisse gab es ja auch keine, nur das Problem, dass Thomas und Co. sich nicht für ihre unreflektierte Handlungsweise verantwortlich zeigen wollen. Das funktioniert auch nur so gut, weil Rassismus in der deutschen Gesellschaft, wie bei den Grünen einfach verleugnet und zum Problem der Anderen gemacht wird.

6.
"Stattdessen wurde er jedoch teils anonym im Internet als "Rassist" und "Hurensohn" beschimpft. Gegenüber einer Mitarbeiterin seines Chefs Gerhard Schick in Berlin fielen Drohungen. Vor diesem Hintergrund hat Thomas Hornung zu seinem eigenen Schutz Strafanzeige gegen bekannt/unbekannt wegen übler Nachrede und Verleumdung gestellt."

Ja, das Internet ist böse. Aber was tut es zur Sache, das irgendwelche Leute, Thomas Hornung auf nicht weiter bezeichneten ominösen Internetseiten irgendwie beschimpft haben? Rechtfertigt das seine rassistische Entgleisung? Und warum finden Sie "Hurensohn" inakzeptabel beleidigend, jemanden als N*** zu bezeichnen ist aber ein Missverständnis?
Der nun offiziell zum Opfer deklarierte Hornung muss sich schützen lassen? Frau C. soll aber ungeschützt und alleine mit damit umgehen? Die "Anzeige" scheint eher eine leere Drohung und ein Einschüchterungsversuch zu sein, schließlich entbehrt dies jeder Grundlage.

7. 
"Die Anliegen dieser Menschen sind uns wichtig, und wir geben ihnen eine Stimme im Deutschen Bundestag bzw. in der Politik unseres Landes."

"Diese Menschen" können tatsächlich für sich selber sprechen, wie zum Beispiel Aisha C., die von Ihnen daraufhin als Lügnerin abgestempelt wurde. Es kommt halt stark darauf an, welche Wahrheiten da bequemer sind und wessen Stimme gehör findet, in dominant weißen Parteien.

8.
"Für eine sachliche, wirkungsvolle Antidiskriminierungsarbeit in unserer gesamten Gesellschaft halten wir andere Formen der Kommunikation für wünschenswert. Denn wir alle haben das gleiche Ziel: Rassismus in Deutschland entschlossen zu bekämpfen!"

Kommunikation heisst anscheinend bei den Grünen nicht "wünschenswerte" Zwischenfälle zu ignorieren, auf E-Mails nicht zu reagieren, zwar zu deklarieren die Fakten nicht zu kennen aber gleichzeitig ganz genau zu wissen, dass ein Grüner niemals einen Fehler unterlaufen könnte. Weiterhin die Menschen, die sie auf Fehler aufmerksam machen als Lügner abzustempeln und mit Strafanzeigen zu bedrohen. Gewünscht ist auch, dass sich durch Grüne Diskriminierte nur unter vier Augen zu äußern haben. Was dabei als sachlich und wirkungsvoll betrachtet werden kann, unterliegt dabei ganz klar der alleinigen Definitionsmacht der Grünen, denn sie sind ja auch wie der Thomas, die Experten in Sachen Rassismus.

9.
"Ich war daran selbst in keiner Weise beteiligt und finde die Entwicklung bedauerlich."

Die Monika kennt ja eigentlich die Geschichte überhaupt nicht - laut sich selbst - aber erklärt uns was eigentlich los war. Das wir sie darüber informiert haben und eine Stellungnahme erwarten tut ja auch nichts zur Sache bei den Grünen, ganz klar wieder das Deutungsmachtproblem. Danke dafür und für den ganz wichtigen Fakt, dass sie ja eigentlich nie beteiligt war. 


Und der Oscar für die kreativste Ausrede in Sachen Rassismusverleugnung geht ganz klar an Monika aus Sachsen mit der folgenden Aussage:

10. 
"Frau C. hätte ich gern ebenfalls gesprochen, um auch die andere Seite zu hören. Jedoch stand in der Mail keine Telefonnummer."

Ja klar, Monika! Obwohl das Internet laut ihr selbst so ein gefährlicher Ort ist wo man "Hurensohn" genannt werden kann, wäre es natürlich für die "Kommunikation", "wünschenswert" gewesen, wenn die Aisha. C nicht alles so kompliziert gemacht hätte und am Besten für den "gemeinsamen Kampf gegen Rassismus" ihre Handynummer, Anschrift und Foto veröffentlichen sollen, damit die Monika sie auch gleich erreichen kann! 


Danke liebe Grüne für die vielen tollen Tipps!!! 


Nächstes mal werden wir bedenken, was alles auf einen zukommen kann, wenn frau ihre Bürgerrechte wahrnehmen und mit Grünen Politikern reden will!